Vidéo en allemand : « Pensées pour moi-même » de Marc Aurèle

« Pensées pour moi-même » est le titre d'une série de réflexions de l'empereur romain Marc Aurèle qui régna de 161 à 180 apr. J.-C.
 
Le titre en allemand est « Selbstbetrachtungen ».
 
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Pensées pour moi-même : partie N1
 
Man muß sich beizeiten sagen: ich werde einem vorwitzigen, einem undankbaren, 
einem schmähsüchtigen, einem verschlagenen oder neidischen oder unverträglichen 
Menschen begegnen. Denn solche Eigenschaften liegen jedem nahe, der die 
wahren Güter und die wahren Übel nicht kennt. Habe ich aber eingesehen, einmal, 
daß nur die Tugend ein Gut und nur das Laster ein Übel, und dann, daß der, der 
Böses tut, mir verwandt ist, nicht sowohl nach Blut und Abstammung, als in der 
Gesinnung und in dem, was der Mensch von den Göttern hat, so kann ich weder von 
jemand unter ihnen Schaden leiden – denn ich lasse mich nicht verführen – noch 
kann ich dem, der mir verwandt ist, zürnen oder mich feindlich von ihm abwenden, 
da wir ja dazu geboren sind, uns gegenseitig zu unterstützen, wie die Füße, die 
Hände, die Augenlider, die Reihen der oberen und unteren Zähne einander dienen. 
Also ist es gegen die Natur, einander feindlich zu leben. Und das tut doch, wer auf 
jemand zürnt oder ihm entgegenwirkt.
 
Was ich bin, ist ein Dreifaches: Körper und Seele und was das Ganze beherrscht. – 
Lege beiseite, was dich zerstreut, die Bücher und alles, was hier zu nichts führt; des 
Fleischlichen achte gering wie einer, der bald sterben muß! Es ist Blut und Knochen 
und ein Geflecht aus Nerven, Adern und Gefäßen gewebt. Dann betrachte deine 
Seele, und was sie ist: ein Hauch; nicht immer dasselbe, sondern fortwährend 
ausgegeben und wieder eingesogen. Drittens also das, was die Herrschaft führt! Da 
sei doch kein Tor, du bist nicht mehr jung: so laß auch nicht länger geschehen daß 
es diene; daß es hingenommen werde von einem Zuge, der dich dem Menschlichen 
entfremdet; daß es dem Verhängnis oder dem gegenwärtigen Augenblicke grolle 
oder ausweiche dem, was kommen soll! 
 
Das Göttliche ist voll von Spuren der Vorsehung, das Zufällige nach Art, 
Zusammenhang und Verflechtung ist nicht zu trennen von dem durch die Vorsehung 
Geordneten. Alles fließt von hier aus. Daneben das Notwendige und was dem 
Weltall, dessen Teil du bist, zuträglich ist. Jedem Teile der Natur aber ist das gut, 
was seinen Halt an der Natur des Ganzen hat und wovon diese wiederum getragen 
wird. Die Welt aber wird getragen wie von den Verwandlungen der Grundstoffe so 
auch von denen der zusammengesetzten Dinge. – Das muß dir genügen und 
feststehen für immer. Nach der Weisheit, wie sie in Büchern zu finden ist, strebe 
nicht, sondern halte sie dir fern, damit du ohne Seufzer, mit wahrer Seelenruhe und 
den Göttern von Herzen dankbar sterben kannst. 
 
 
Erinnere dich, seit wann du diese Betrachtungen nun schon aufschiebst, und wie oft
dir die Götter Zeit und Stunde dazu gegeben haben, ohne daß du sie nutztest.
Endlich solltest du doch einmal einsehen, was das für eine Welt ist, der du
angehörst, und wie der die Welt regiert, dessen Ausfluß du bist; und daß dir die Zeit
zugemessen ist, die, wenn du sie nicht brauchst dich abzuklären, vergehen wird, wie
du selbst, und nicht wiederkommen.
 
Immer sei darauf bedacht, wie es einem Manne geziemt, bei allem, was es zu tun
gibt, eine strenge und ungekünstelte Gewissenhaftigkeit, Liebe, Freimut und
Gerechtigkeit zu üben, und dir dabei alle Nebengedanken fernzuhalten. Und du wirst
sie dir fernhalten, sobald du jede deiner Handlungen als die letzte im Leben
ansiehst: fern von jeder Unbesonnenheit und der Erregtheit, die dich taub macht
gegen die Stimme der richtenden Vernunft, frei von Verstellung von Selbstliebe und
von Unwillen über das, was das Schicksal dir beschieden hat. – Du siehst, wie wenig
es ist, was man sich aneignen muß, um ein glückliches, ja göttliches Leben zu
führen. Denn auch die Götter verlangen nicht mehr von dem, der dies beobachtet.
 
Fahre nur immer fort, dir selbst zu schaden, liebe Seele! Dich zu fördern wirst du
kaum noch Zeit haben. Denn das Leben flieht einen jeglichen. Für dich ist es aber
schon so gut als zu Ende, der du ohne Selbstachtung dein Glück aus dir heraus
verlegst in die Seelen anderer.
 
Trotz deines Bestrebens, an Erkenntnis zu wachsen und dein unstetes Wesen
aufzugeben, zerstreuen dich die Außendinge noch immer? Mag sein, wenn du jenes
Streben nur festhälst. Denn das bleibt die größte Torheit, sich müde zu arbeiten
ohne ein Ziel, auf das man all sein Dichten und Trachten lenkt.
Wenn man nicht herausbringen kann, was in des andern Seele vorgeht, so ist das
schwerlich ein Unglück; aber notwendigerweise unglücklich ist man, wenn man über
die Regungen der eigenen Seele im unklaren ist.
 
Daran mußt du immer denken, was das Wesen der Welt und was das deinige ist,
und wie sich beides zueinander verhält, nämlich was für ein Teil des Ganzen du bist
und zu welchem Ganzen du gehörst, und daß dich niemand hindern kann, stets nur
das zu tun und zu reden, was dem Ganzen entspricht, dessen Teil du bist.
 
Theophrast sagt in seiner Vergleichung der menschlichen Fehler, wie diese denn
allenfalls verglichen werden können  : schwerer seien die, die aus Begierde, als
die, welche aus Zorn begangen werden. Und wirklich erscheint der Zornige als ein
Mensch, der nur mit einem gewissen Schmerz und mit innerem Widerstreben von der
Vernunft abgekommen ist, während der aus Begierde Fehlende, weil ihn die Lust
überwältigt, zügelloser erscheint und schwächer in seinen Fehlern. Wenn er nun
also behauptet: es zeuge von größerer Schuld, einen Fehler zu begehen mit
Freuden als mit Bedauern, so ist das gewiß richtig und der Philosophie nur
angemessen. Man erklärt dann überhaupt den einen für einen Menschen, der
gekränkt worden ist und zu seinem eigenen Leidwesen zum Zorn gezwungen wird,
während man bei dem andern, der etwas aus Begierde tut, die Sache so ansieht, als
begehe er das Unrecht aus heiler Haut.
 
Jegliches tun und bedenken wie einer, der im Begriff ist, das Leben zu verlassen,
das ist das Richtige. Das Fortgehen von den Menschen aber, wenn es Götter gibt,
ist kein Unglück. Denn das Übel hört dann wohl auf. Gibt es aber keine, oder
kümmern sie sich nicht um die menschlichen Dinge, was soll mir das Leben in einer
götterleeren Welt, in einer Welt ohne Vorsehung? Doch sie sind und sie kümmern
sich um die menschlichen Dinge. Noch mehr. Sie haben es, was die Übel betrifft,
und zwar die eigentlichen, ganz in des Menschen Hand gelegt, sich davor zu
bewahren. Ja auch hinsichtlich der sonstigen Übel, kann man sagen, haben sie es
so eingerichtet, daß es nur auf uns ankommt, ob sie uns widerfahren werden. Denn
wie sollte etwas, wobei der Mensch nicht schlimmer wird, sein Leben
verschlimmern? Selbst die bloße Natur – sei es, daß wir sie uns ohne Bewußtsein
oder mit Bewußtsein begabt vorstellen; gewiß ist, daß sie nicht vermag, dem Übel
vorzubeugen oder es wieder gut zu machen – hätte dergleichen nicht übersehen,
hätte nicht in dem Grade gefehlt aus Ohnmacht oder aus Mangel an Anlage, daß sie
Gutes und Böses in gleicher Weise guten und bösen Menschen unterschiedslos
zuteil werden ließe. Tod aber und Leben, Ruhm und Ruhmlosigkeit, Leid und
Freude, Reichtum und Armut und alles dieses wird den guten wie den bösen
Menschen ohne Unterschied zuteil, als Dinge, die weder sittliche Vorzüge noch
sittliche Mängel begründen: also sind sie auch weder gut noch böse (weder ein
Glück noch ein Unglück).
 
Wie doch alles so schnell verbleicht! In der sichtbaren Welt die Leiber, in der
Geisteswelt deren Gedächtnis! Was ist doch alles Sinnliche, zumal was durch
Vergnügen anlockt oder durch Schmerz abschreckt oder in Stolz und Hochmut sich
breit macht! Wie nichtig und verächtlich, wie schmutzig, hinfällig, tot! – Man folge
dem Zug des Geistes; man frage nach denen, die sich durch Werke des Geistes
berühmt gemacht haben; man untersuche, was eigentlich sterben heißt (und man
wird, wenn man der Phantasie keinen Einfluß auf seine Gedanken verstattet, darin
nichts anderes als ein Werk der Natur erkennen: kindisch aber wäre es doch, vor
einem Werk der Natur, das derselben ohnehin auch noch zuträglich ist, sich zu
fürchten); man mache sich klar, wie der Mensch Gott ergreift und mit welchem Teile
seines Wesens, und wie es mit diesem Teile des Menschen bestellt ist, wenn er Gott
ergriffen hat.
 
Nichts Elenderes als ein Mensch, der alles wie im Kreise durchläuft, die Tiefen der
Erde ergründen will, wie Pindar sagt, der um alles und jedes sich kümmert, auch um
das, woran sonst niemand denkt, der nicht aufhört über die Vorgänge in der Seele
des Nächsten seine Gedanken zu machen und nicht begreifen mag, daß es genug
ist, für den Gott in der eignen Brust zu leben und ihm zu dienen, wie sich ́s gebührt.
Das aber ist sein Dienst: ihn rein zu erhalten von Leidenschaft von Unbesonnenheit
und von Unlust über das, was von Göttern und Menschen geschieht. Denn die
Handlungen der Götter zu ehren, gebietet die Tugend, und mit denen der Menschen
sich zu befreunden die Gleichheit der Abkunft, obwohl die letzteren allerdings auch
zuweilen etwas Klägliches haben, weil soviele nicht wissen, was Güter und was Übel
sind, – eine Blindheit, nicht geringer als die, wenn man Schwarz und Weiß nicht
unterscheiden kann.
 
Und wenn du dreitausend Jahre leben solltest, ja noch zehnmal mehr, es hat ja doch
niemand ein anderes Leben zu verlieren, als eben das, was er lebt, so wie niemand
ein anderes lebt, als was er einmal verlieren wird. Und so läuft das längste wie das
kürzeste auf dasselbe hinaus. Denn das Jetzt ist das Gleiche für alle, wenn auch
das Vergangene nicht gleich ist, und der Verlust des Lebens erscheint doch so als
ein Jetzt, indem niemand verlieren kann weder was vergangen noch was zukünftig
ist. Oder wie sollte man einem etwas abnehmen können, was er nicht besitzt? – An
die beiden Dinge also müssen wir denken: einmal, daß alles seinem Wesen nach
unter sich gleichartig ist und von gleichem Verlauf, und daß es keinen Unterschied
macht, ob man hundert oder zweihundert Jahre lang oder ewig ein und dasselbe
sieht. Und dann, daß auch der, der am längsten gelebt hat, doch nur dasselbe
verliert, wie der, der sehr jung stirbt. Denn nur das Jetzt ist es, dessen man beraubt
werden kann, weil man nur dieses besitzt, und niemand kann verlieren, was er nicht
hat.
 
Alles beruht auf der Ansicht! Dafür zeugen die Aussprüche des Kynikers Menimus
und für diesen zeugt wieder die Brauchbarkeit des Gesagten, wenn man es auf das
Wahre darin einschränkt.
 
Die Seele des Menschen tut sich selbst den größten Schaden, wenn sie sich von der
Natur abzusondern, gleichsam aus ihr herauszuwachsen strebt. So, wenn sie
unzufrieden ist über irgend etwas, das sich ereignet. Es ist dies ein entschiedener
Abfall von der Natur, in der ja diese eigentümliche Verkettung der Umstände
begründet ist. Ebenso, wenn sie jemand verabscheut oder anfeindet oder im Begriff
ist, jemand weh zu tun, wie allemal im Zorn. Ebenso wenn sie von Lust oder von
Schmerz sich hinnehmen läßt; oder wenn sie heuchelt, heuchlerisch und unwahr
etwas tut oder spricht; oder wenn ihre Handlungen und Triebe keinen Zweck haben,
sondern ins Blaue hinausgehen und über sich selbst völlig im unklaren sind. Denn
auch das Kleinste muß in Beziehung zu einem Zweck gesetzt werden. Der Zweck
aber aller vernunftbegabten Wesen ist: den Grundsätzen und Satzungen des
ältesten Gemeinwesens Folge zu leisten.
 
Das menschliche Leben ist, was seine Dauer betrifft, ein Punkt; des Menschen
Wesen flüssig, sein Empfinden trübe, die Substanz seines Leibes leicht verweslich,
seine Seele – einem Kreisel vergleichbar, sein Schicksal schwer zu bestimmen, sein
Ruf eine zweifelhafte Sache. Kurz, alles Leibliche an ihm ist wie ein Strom, und alles
Seelische ein Traum, ein Rauch: sein Leben Krieg und Wanderung, sein Nachruhm
Vergessenheit. Was ist es nun, das ihn über das alles zu erheben vermag? Einzig
die Philosophie, sie, die uns lehrt, den göttlichen Funken, den wir in uns tragen, rein
und unverletzt zu erhalten, daß er Herr sei über Freude und Leid, daß er nichts ohne
Überlegung tue, nichts erlüge und erheuchele und stets unabhängig sei von dem,
was andere tun oder nicht tun, daß er alles, was ihm widerfährt und was ihm zugeteilt
wird, so aufnehme, als komme es von da, von wo er selbst gekommen, und daß er
endlich den Tod mit heiterem Sinn erwarte, als den Moment der Trennung aller
Elemente, aus denen jegliches lebendiges Wesen besteht. Denn wenn den
Elementen dadurch nichts Schlimmes widerfährt, daß sie fortwährend ineinander
übergehen, weshalb sollte man sich scheuen vor der Verwandlung und Lösung aller
auf einmal? Vielmehr ist dies das Naturgemäße, und das Naturgemäße ist niemals
vom Übel.
 
Version en français
I. — Dès l’aurore, dis-toi par avance : « Je rencontrerai un indiscret, 
un ingrat, un insolent, un fourbe, un envieux, un insociable. Tous ces 
défauts sont arrivés à ces hommes par leur ignorance des biens et des 
maux. Pour moi, ayant jugé que la nature du bien est le beau, que celle 
du mal est le laid, et que la nature du coupable lui-même est d’être mon 
parent, non par la communauté du sang ou d’une même semence, mais 
par celle de l’intelligence et d’une même parcelle de la divinité, je ne 
puis éprouver du dommage de la part d’aucun d’eux, car aucun d’eux 
ne peut me couvrir de laideur. Je ne puis pas non plus m’irriter contre 
un parent, ni le prendre en haine, car nous sommes nés pour coopérer, 
comme les pieds, les mains, les paupières, les deux rangées de dents, 
celle d’en haut et celle d’en bas. Se comporter en adversaires les uns 
des autres est donc contre nature, et c’est agir en adversaire que de 
témoigner de l’animosité et de l’aversion. »
 
II. — Tout ce que je suis, c’est une chair, avec un souffle et un 
principe directeur. Renonce aux livres ; ne te laisse pas absorber : ce ne 
t’est point permis. Mais, comme un homme déjà en passe de mourir, 
méprise la chair : sang et poussière, petits os, tissu léger de nerfs et 
entrelacement de veines et d’artères. Examine aussi ce qu’est le 
souffle : du vent qui n’est pas toujours le même car à tout moment tu le 
rends pour en avaler d’autre. Il te reste, en troisième lieu, le 
principe directeur. Pense à ceci : tu es vieux ; ne permets plus qu’il soit 
esclave, qu’il soit encore comme tiré par les fils d’une égoïste 
impulsion, ni qu’il s’aigrisse contre son sort actuel, ou bien qu’il 
appréhende celui qui doit venir.
 
III. — Les œuvres des Dieux sont pleines de providence ; celles de 
la Fortune ne se font pas sans la nature ou sans être filées et tissées avec 
les événements que dirige la Providence. Tout découle de là. De plus, 
tout ce qui arrive est nécessaire et utile au monde universel, dont tu fais 
partie. Aussi, pour toute partie de la nature, le bien est-il ce que 
comporte la nature universelle et ce qui est propre à sa conservation. 
Or, ce qui conserve le monde, ce sont les transformations des éléments, 
aussi bien que celles de leurs combinaisons. Que cela te suffise et te 
serve de principes. Quant à ta soif de livres, rejette-la, afin de ne pas 
mourir en murmurant, mais véritablement apaisé et le cœur plein de 
gratitude envers les Dieux.
 
IV. — Rappelle-toi depuis combien de temps tu remets à plus tard 
et combien de fois, ayant reçu des Dieux des occasions de t’acquitter, 
tu ne les as pas mises à profit. Mais il faut enfin, dès maintenant, que tu 
sentes de quel monde tu fais partie, et de quel être, régisseur du monde, 
tu es une émanation, et qu’un temps limité te circonscrit. Si tu n’en 
profites pas, pour accéder à la sérénité, ce moment passera ; tu passeras 
aussi, et jamais plus il ne reviendra.
 
V. — À tout moment, songe avec gravité, en Romain et en mâle, à 
faire ce que tu as en mains, avec une stricte et simple dignité, avec 
amour, indépendance et justice, et à donner congé à toutes les autres 
pensées. Tu le leur donneras, si tu accomplis chaque action comme 
étant la dernière de ta vie, la tenant à l’écart de toute irréflexion, de 
toute aversion passionnée qui t’arracherait à l’empire de la raison, de 
toute feinte, de tout égoïsme et de tout ressentiment à l’égard du 
destin. Tu vois combien sont peu nombreux les préceptes dont il faut se 
rendre maître pour pouvoir vivre d’une vie paisible et passée dans la 
crainte des Dieux, car les Dieux ne réclameront rien de plus à qui les 
observe.
 
VI. — Injurie-toi, injurie-toi, ô mon âme ! Tu n’auras plus 
l’occasion de t’honorer toi-même. Brève, en effet, est la vie pour
chacun. La tienne est presque achevée, et tu n’as pas de respect pour 
toi-même, car tu mets ton bonheur dans les âmes des autres.
 
VII. — Les accidents du dehors te distraient-ils ? Donne-toi le loisir 
d’apprendre quelque bonne vérité, et cesse de te laisser emporter par le 
tourbillon. Evite aussi désormais cet autre égarement. Insensés, en 
effet, sont ceux qui, à force d’agir, sont fatigués par la vie, et n’ont pas 
un but où diriger tout leur élan et, tout à la fois, leur pensée tout entière.
 
VIII. — Il n’est pas facile de voir un homme malheureux pour 
n’avoir point arrêté sa pensée sur ce qui passe dans l’âme d’un autre. 
Quant à ceux qui ne se rendent pas compte des mouvements de leur 
âme propre, c’est une nécessité qu’ils soient malheureux.
 
IX. — Il faut toujours se souvenir de ceci : quelle est la nature du 
Tout ? Quelle est la mienne ? Comment celle-ci se comporte-t-elle à 
l’égard de celle-là ? Quelle partie de quel Tout est-elle ? Noter aussi 
que nul ne peut t’empêcher de toujours faire et de dire ce qui est 
conforme à la nature dont tu fais partie.
 
X. — C’est en philosophe que Théophraste affirme, dans sa 
comparaison des fautes, comme le ferait un homme qui les comparerait 
en se référant au sens commun, que les fautes commises par 
concupiscence sont plus graves que celles qui le sont par colère. 
L’homme en colère, en effet, paraît s’écarter de la raison avec quelque 
douleur et avec un certain resserrement sur soi-même. Mais celui 
qui pèche par concupiscence, vaincu par la volupté, se montre en 
quelque sorte plus relâché et plus charmé dans ses fautes. À bon droit 
donc et en vrai philosophe, Théophraste a dit que celui qui faute avec 
plaisir mérite un plus grand blâme que celui qui pèche avec douleur. En 
somme, l’un ressemble plutôt à un homme offensé et forcé, par douleur,
à se mettre en colère ; l’autre s’est jeté de lui-même dans l’injustice, se 
portant à faire ce à quoi l’incite la concupiscence.
 
XI. — Tout faire, tout dire et tout penser, en homme qui peut sortir 
à l’instant de la vie. Quitter les hommes, s’il y a des Dieux, n’a rien de 
redoutable, car ceux-ci ne sauraient te vouer au malheur. Mais, s’il n’y 
en a pas, ou s’ils n’ont aucun soin des choses humaines, qu’ai-je affaire 
de vivre dans un monde sans Dieux et vide de Providence ? Mais ils 
existent et ils ont soin des choses humaines, et, pour que l’homme ne 
tombe pas dans les maux qui sont des maux véritables, ils lui en ont 
donné tous les moyens. S’il était quelque mal en dehors de ces maux, 
les Dieux y auraient également pourvu, afin que tout homme fût maître 
d’éviter d’y tomber. Mais, comment ce qui ne rend pas l’homme pire 
pourrait-il rendre pire la vie de l’homme ? Ce n’est point pour l’avoir 
ignoré ni pour en avoir eu connaissance sans pouvoir le prévenir ou le 
corriger, que la nature universelle aurait laissé passer ce mal ; elle ne se 
serait pas, par impuissance ou par incapacité, trompée au point de faire 
échoir indistinctement aux bons et aux méchants une part égale de biens 
et de maux ? Or, la mort et la vie, la gloire et l’obscurité, la douleur et 
le plaisir, la richesse et la pauvreté, toutes ces choses échoient 
également aux bons et aux méchants, sans être par elles-mêmes ni 
belles ni laides. Elles ne sont donc ni des biens ni des maux.
 
XII. — Comme tout s’évanouit promptement : les corps eux-mêmes 
dans le monde, et leur souvenir dans la durée ! Tels sont tous les objets 
sensibles, et particulièrement ceux qui nous amorcent par l’appât 
du plaisir, qui nous effraient par l’idée de la douleur, ou bien qui nous 
font jeter des cris d’orgueil. Que tout cela est vil, méprisable, abject, 
putride et mort, aux yeux de la raison qui peut s’en rendre compte ! Que 
sont donc ceux dont l’opinion et la voix donnent la célébrité ? 
Qu’est ce que mourir ? Si l’on envisage la mort en elle-même, et si, divisant sa 
notion, on en écarte les fantômes dont elle s’est revêtue, il ne restera 
plus autre chose à penser, sinon qu’elle est une action naturelle. Or celui 
qui redoute une action naturelle est un enfant. La mort pourtant n’est 
pas uniquement une action naturelle, mais c’est encore une œuvre utile 
à la nature. Comment l’homme touche-t-il à Dieu ? Par quelle partie de 
lui-même, et comment surtout cette partie de l’homme s’y trouve-t-elle 
disposée ?
 
XIII. — Rien de plus misérable que l’homme qui tourne autour de 
tout, qui scrute, comme on dit, « les profondeurs de la terre », qui 
cherche à deviner ce qui se passe dans les âmes d’autrui, et qui ne sent 
pas qu’il lui suffit d’être en face du seul génie qui réside en lui, et de 
l’honorer d’un culte sincère. Ce culte consiste à le conserver pur de 
passion, d’inconsidération et de mauvaise humeur contre ce qui nous 
vient des Dieux et des hommes. Ce qui vient des Dieux, en effet, est 
respectable en raison de leur excellence ; ce qui vient des hommes est 
digne d’amour, en vertu de notre parenté commune ; digne aussi parfois 
d’une sorte de pitié, en raison de leur ignorance des biens et des maux, 
aveuglement non moindre que celui qui nous prive de distinguer le 
blanc d’avec le noir.
 
XIV. — Quand tu devrais vivre trois fois mille ans, et même autant 
de fois dix mille ans, souviens-toi pourtant que nul ne perd une vie autre 
que celle qu’il vit, et qu’il ne vit pas une vie autre que celle qu’il perd. 
Par là, la vie la plus longue revient à la vie la plus courte. Le temps 
présent, en effet, étant le même pour tous, le temps passé est donc aussi 
le même, et ce temps  disparu apparaît ainsi infiniment réduit. On 
ne saurait perdre, en effet, ni le passé, ni l’avenir, car comment ôter à 
quelqu’un ce qu’il n’a pas ? 
Il faut toujours se souvenir de ces deux choses : l’une que tout, de 
toute éternité, est d’identique aspect et revient en de semblables cercles, 
et qu’il n’importe pas qu’on fixe les yeux sur les mêmes objets durant 
cent ans, deux cents ans, ou durant l’infini du cours de la durée. L’autre, 
que celui qui a le plus longtemps vécu et que celui qui mourra le plus 
tôt, font la même perte. C’est du seul présent, en effet, que l’on peut 
être privé, puisque c’est le seul présent qu’on a et qu’on ne peut perdre 
ce qu’on n’a point.
 
XV. — Que tout est opinion. — Évidentes sont les paroles adressées 
au cynique Monimos. Évidente aussi est l’utilité de ce qu’on y 
avance, si l’on admet, dans la limite du vrai, tout ce qu’il y a là 
d’agréable.
 
XVI. — L’âme de l’homme se fait surtout injure, lorsqu’elle 
devient, autant qu’il dépend d’elle, une tumeur et comme un abcès du 
monde. S’irriter en effet contre quelque événement que ce soit, est se 
développer en dehors de la nature, en qui sont contenues, en tant que 
parties, les natures de chacun de tout le reste des êtres. L’âme se fait 
ensuite injure, lorsqu’elle conçoit pour un homme de l’aversion ou que, 
pour lui nuire, contre lui elle se dresse, telles que les âmes des hommes 
en colère. Troisièmement, elle se fait injure, lorsqu’elle est vaincue par 
le plaisir ou par la douleur. Quatrièmement, lorsqu’elle dissimule, agit 
ou parle sans franchise et contrairement à la vérité. Cinquièmement, 
lorsqu’elle ne dirige son activité et son initiative vers aucun but, mais 
s’applique à n’importe quoi, au hasard et sans suite, alors que nos 
moindres actions devraient être ordonnées par rapport à une fin. Or, la 
fin des êtres raisonnables, c’est d’obéir à la raison et à la loi du plus 
vénérable des États et des Gouvernements.
 
XVII. — Le temps de la vie de l’homme, un instant ; sa 
substance, fluente ; ses sensations, indistinctes ; l’assemblage de tout 
son corps, une facile décomposition ; son âme, un tourbillon ; son 
destin, difficilement conjecturable ; sa renommée, une vague opinion. 
Pour le dire en un mot, tout ce qui est de son corps est eau courante ; 
tout ce qui est de son âme, songe et fumée. Sa vie est une guerre, un 
séjour sur une terre étrangère ; sa renommée posthume, un oubli. 
Qu’est-ce donc qui peut nous guider ? Une seule et unique chose : la 
philosophie. Et la philosophie consiste en ceci : à veiller à ce que le 
génie qui est en nous reste sans outrage et sans dommage, 
et soit au dessus des plaisirs et des peines ; à ce qu’il ne fasse rien au hasard, ni 
par mensonge ni par faux-semblant ; à ce qu’il ne s’attache point à ce 
que les autres font ou ne font pas. Et, en outre, à accepter ce qui arrive
et ce qui lui est dévolu, comme venant de là même d’où lui-même est 
venu. Et surtout, à attendre la mort avec une âme sereine sans y voir 
autre chose que la dissolution des éléments dont est composé chaque 
être vivant. Si donc pour ces éléments eux-mêmes, il n’y a rien de 
redoutable à ce que chacun se transforme continuellement en un autre, 
pourquoi craindrait-on la transformation de leur ensemble et sa 
dissolution ? C’est selon la nature ; et rien n’est mal de ce qui se fait 
selon la nature.